Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck

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Struktur und Führung

Das Bekenntnis zu Qualität und Dezentralität findet in der Unternehmensverfassung und in den Führungsstrukturen eine verbindliche Entsprechung.

In einem langfristig gültigen Konsortialvertrag ist die Verfassung des Unternehmens festgelegt. Diese eint die familiären Gesellschafterstämme zum Wohle der Verlagsgruppe. Ein fünfköpfiger, in seiner Mehrheit von familienfremden Mitgliedern bestimmter und besetzter Aufsichtsrat gewährleistet den Vorrang unternehmerischer Belange vor den Interessen der Familie.

Traditionelle Entnahmerestriktionen bewirken, dass der erwirtschaftete Unternehmensgewinn zum weit überwiegenden Teil Zukunftsinvestitionen zur Verfügung steht. Eine auf weite Sicht hin angelegte Investitionspolitik genießt Vorrang vor kurzfristigem Gewinnstreben. Die Finanzpolitik folgt internationalen Standards und ist vor allem der Solidität verpflichtet. Somit werden Spielraum, Flexibilität und die Unabhängigkeit in verlegerischen und unternehmerischen Entscheidungen gewahrt.

Die Geschäftsführung berichtet in allen wesentlichen Fragen an den Aufsichtsrat. Die Ressortverteilung stellt sicher, dass die Informations- und Entscheidungswege sowohl funktional, d. h. nach Geschäftsbereichen, aber auch lokal – nach Ländern und Regionen – immer geschäftsnah und kurz bleiben. Die Geschäftsführung nimmt ihre Aufgabe im Rahmen der Strategie- und Finanzholding wahr, d. h. sie motiviert die Verleger und Geschäftsführer der Tochterunternehmen zur strategischen und kreativen Entwicklung von Titeln, Serien, Programmbereichen, Dienstleistungen und Internet-Angeboten und zur Weiterentwickung der Unternehmen selbst. Die Holdinggeschäftsführung plant und stellt hierfür die erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen und Hilfsmittel zur Verfügung.